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So wird in einem
Steuerregister vom Jahr 1541 auch der "Müller" mit aufgeführt.
Dabei weist die Reihenfolge der 51 Steuerpflichtigen darauf
hin, dass die Mühle an der Stelle gestanden haben muss, an
der sie heute noch steht.
Im Jahre 1656 spricht eine Eintragung
im ältesten Kirchenbuche von Jacob Jährig, des alten Müllers Sohn.
Der Name Jährig kommt zu dieser Zeit in
Schönbach noch nicht vor und es kann daher angenommen werden, dass
die "Alte Mühle" das Stammhaus der in Schönbach zahlreich vertretenen
Familie Jährig ist.
Über die früheren Eigentümer ist sonst
nicht viel bekannt geworden. Im Jahre 1770 ist die Mühle in den Besitz
der Familie Herrmann aus Callenberg gekommen, deren Stammhaus die Niedermühle
zu Wehrsdorf ist. Das Mühlengebäude ist 1817 niedergebrannt.
In einem Geschichtsbuch unseres Dorfes
findet sich darüber der nachstehende Eintrag:
1817 am 25.July früh in der 3.Stunde ist allhier die dem Meister Johann
Herrmann gehörige sogenannte Alte Mühle in Feuer aufgegangen und mit
dem dabei befindlichen Mühlenwerke von den Flammen bis auf den Grund
zerstört worden. Das Feuer hat mit solcher Heftigkeit und Schnelligkeit
um sich gegriffen, dass die Herrmannsche Familie, um ihr Leben zu retten,
nur im Hemd entspringen, auch von ihren Habseligkeiten außer einer Kuh
nicht das geringste retten konnte.

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Von Herrmanns drei kleinen
Kindern, welche derselbige in der größten Glut auf den Garten getragen
hat, ist das mittelste, ein Mädchen von 3 Jahren, indem es dem
Vater, wie er noch etwas zu retten versuchte, in das Feuer nachgelaufen
ist, von selbigem aber so stark beschädigt wurde, dass es nach
36-stündigen bewusstlosem Zustand, in welchem es nicht einmal eine
Empfindung des Schmerzes hatte blicken lassen, gestorben. Man vermutet
boshafte Anlegung des Feuers, obwohl nicht ohne Grund Fahrlässigkeit
und heiße Asche. |
Die Mühle war mit 7 Wurzeln versichert. Die Dürrhennersdorfer Spritze war die
erste, die Neusalzaer die zweite beim Feuer.
An einer anderen Stelle befindet sich
noch ein Eintrag, welcher auf das Brandunglück Bezug hat. Es heißt
dort: 1817 am 25. July ward des Müllersmeisters Johann Christoph Herrmann
dreijähriges Mädchen bei dem Brande des väterlichen Wohnhauses von
einem herabstürzenden brennenden Balken so beschädigt, daß es am folgenden
Tage verstarb. Das Mühlengebäude wurde wieder aufgebaut.
Beim Grundgraben für ein Nebengebäude
stieß man am Berge auf einen alten verschütteten Keller. Man fand darin
ein Gefäß mit alten Münzen und einen Pfeifenkopf.
(entnommen aus einer Erzählung der Zeitschrift "Die Gartenlaube" aus
dem Jahre 1912)
Am 13.Juli 1895 wurde die Mühle, welche bis zu diesem Tag im Besitz der
Familie Herrmann geblieben ist, an den Müller und Bäcker August Lehmann
verkauft. Der nun gegenwärtige Eigentümer hat in den letzten Jahren die
morsch gewordene und veraltete Einrichtung entfernt und neuzeitliche
Maschinen aufgestellt. In wenigen Jahren kann die Alte Mühle auf eine
vierhundertjährige urkundlich belegte Geschichte zurückblicken. In dieser
Zeit ist sie immer Mahlmühle gewesen.
Nach dem Tode des Müllers und Bäckers
August Lehmann wurde die Mühle und Bäckerei von seinem jüngsten Sohn
Fritz Lehmann weitergeführt. 1972 wurde der ursprüngliche "Altdeutsche
Backofen" abgerissen und ein dreiherdiger Dampfbackofen der Firma
Schmidt aus Bautzen gesetzt. Im gleichen Zuge wurde eine kleine
Backstube angebaut.
Am 1. Juli 1974 übernahm der Sohn des
Müllermeisters Fritz Lehmann, der Konditor und Bäckermeister Hans-Christian
Lehmann mit seiner Ehefrau, der Konditorin Rosemarie Lehmann geb. Heidorn
den Betrieb. Die Mühlenmaschinen wurden 1983 ausgebaut und im großen
Umfang Wohnung und ein neuer Laden mit vergrößerter Backstube errichtet.
Seit 1991 wird nach nochmaligem Anbau
mit einem neuen ölbeheizten modernen Backofen und den dazugehörigen
neuen Maschinen der Bäckerei- Betrieb weitergeführt, wobei dem Bäckermeister
und Konditor Hans-Christian Lehmann auch seine drei inzwischen erwachsenen
Kinder, welche auch den Beruf des Bäckers bzw. Konditors erlernten,
zur Seite stehen.
Am 13. August 2001 übernahm Sohn André
die Leitung der Bäckerei.
Bäckermeister
und Inhaber
André Lehmann mit Frau Cindy. |
Auch
wir, Familie André Lehmann legen
großen Wert auf Familientradition und ich versuche dies mit meiner
Frau an meine "3 Mädels" weiterzugeben. |
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